Mittelklasse Smartphones mit Stock Android 2020

Ich vertrete die Meinung, dass heutzutage jeder mit Smartphones aus der Mittelklasse über viele Jahre glücklich werden kann. Die Mittelklasse hat soviel gute Gerät, dass man nicht mehr unbedingt ein High End Smartphone kaufen muss, um ein sehr gutes Gerät zu erhalten. Nur wenn man aus Prinzip immer das Beste vom Besten haben muss, ist es sinnvoll zur High End Klasse zu greifen.

Seitdem Qualcomm angefangen hat Technik von ehemaligen High End SoC in die Mittelklasse Prozessoren zu stecken, wurden Mittelklasse Smartphones immer schneller.

Für die starke Mittelklasse ist aber auch der Preiskampf verantwortlich, der in den letzten Jahren im Android Markt getobt hat. Dafür verantwortlich sind die vielen Hersteller aus Fernost, die mit Kampfpreise in den Markt gedrückt sind. Das hat dann dafür gesorgt, dass die allgemeinen Preise gesunken sind bzw. die Hersteller zum gleichen Preis bessere Hardware verbauen mussten, um mit den anderen mitzuhalten.

Für mich ist die Mittelklasse definiert als der Preisbereich zwischen 200 und 450€. Ich finde wenn man sich überlegt, dass ein aktuelles iPhone-, Samsung Galaxy- oder Huawei-Flaggschiff fast 1000€ oder mehr kostet, ist diese Einteilung richtig.

Smartphones in dir Mittelklasse gibt es viele. Doch wenn man Stock Android haben möchte, fällt gefühlt 90 % des Android Marktes weg, da Smartphones mit Hersteller-UI in der Überzahl sind. Damit du dir die Arbeit nicht machen musst, um ein gutes Stock Android Phone zu finden, habe ich für dich Anhand der folgenden Anforderungen die besten Stock Android Smartphones der Mittelklasse herausgesucht.

Wichtig:
Auf Purdroid.de werden nur Smartphones gelistet, die ich mit gutem Gewissen empfehlen kann, da sie für ihre Preisklasse ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis haben. Eine Auflistung aller erhältlichen Stock Android Smartphones erhälst du hier nicht. Masse statt Klasse gibst woanders. Sorry! 😉


Anforderungen an ein Smartphone der Mittelklasse

  • Stock Android 9.0 (Pie)
  • Gut verarbeitetes Gehäuse
  • Display mit mindestens Full HD Auflösung mit einem modernen länglichen Seitenverhältnis (ab 18:9) und einem hellen Display
  • Eine gute Haupt- und Frontkamera
  • mind. 64 GB interner Speicher
  • 4 GB RAM oder mehr
  • ein moderner und schneller SoC mit 8 Kernen
  • ein Akku der dich problemlos durch den Tag bringt. Alles unter 3000 mAh kann ich nicht empfehlen
  • Fingerabdrucksensor
  • USB Typ-C Anschluss
  • Dual-SIM
  • LTE mit Band 20

Die folgenden Smartphones erfüllen vollkommen meine Anforderungen an ein gutes Smartphone der Mittelklasse. Die Reihenfolge der Smartphones hat keine Bedeutung. Du musst einfach nur das Phone auswählen, was dir gefällt und in deinem Budget liegt.


Motorola One Zoom – Endlich wieder Mittelklasse

Die One-Serie soll in Zukunft die Mittelklasse von Motorola darstellen. Motorolas ehemalige Mittelklasse Serie, nämlich die X-Serie, hat schon seit Jahren kein Smartphone mehr hervorgebracht. Auch bei den Z-Modellen passiert nichts. Ich gehe deshalb davon aus, dass beide tot sind. Dafür werden nun vermehrt One-Modelle auf den Markt gebracht.

Eines dieser Smartphones ist das Motorola One Zoom. Dieses beerbt die alten Preis-Leistungs-Könige der X-Serie und ist ein echter Flaggschiff Killer.

Du wirst jetzt vielleicht sagen „Ein Flaggschiff Killer? Ein OnePlus hatte schon immer einen High-End SoC aus Snapdragons 8er Serie“. Ja, stimmt. Aber die Mittelklasse von Qualcomms Snapdragon SoCs (die 660 – 730 Modelle) ist mittlerweile so schnell, dass sie auf dem Niveau der ehemaligen High-End SoCs sind.

Der neueste Ableger dieser SoC ist der Snapdragon 675. Dieser ist leistungsmäßig auf dem Niveau des Snapdragon 820, gleichzeitig aber deutlich sparsamer. Die Leistung reicht völlig aus für alles was man machen will. Auch Games spielen ist gar kein Problem. Und mit dem Stock Android ist es auch vom Betriebssystem her sehr schlank. Mach dir also über die Leistung keine Sorgen.

Spezifikationen – Motorola One Zoom

  • Stock Android 9.0 (Pie)
  • 6,4″ OLED-Display mit 2340 x 1080 Pixeln Auflösung (19:9)
  • 48 Megapixel Quad-Kamera (+ 16 MP Weitwinkel, 8 MP Teleobjektiv und 5 MP Tiefensensor)
  • 25 MP Frontkamera
  • 128 GB interner Speicher (UFS)
  • Speicher erweiterbar durch microSD-Karte
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • Snapdragon 675
  • 4000 mAh Akku
  • Fingerabdrucksensor im Display
  • 3,5 mm Klinkenbuchse
  • Dual-SIM (Hybrid Slot, entweder Dual-SIM oder Speichererweiterung mit microSD-Karte)

Ein schönes Feature und für mich ein echtes Highlight, ist das beleuchtete Motorola Logo auf der Rückseite. Im Logo ist nicht wie früher der Fingerabdrucksensor. Nein, durch die Beleuchtung ist es nun eine Benachrichtungs-LED. Das ist etwas was heutzutage leider sehr selten geworden ist. Der Vorteil an einer Benachrichtigungs-LED ist, dass man von weitem sehen kann, ob sich etwas auf dem Smartphone getan hat. Man kann so schneller reagieren und muss gleichzeitig weniger oft auf das Gerät gucken.

Fazit – Motorola One Zoom

Das Motorola One Zoom ist für mich die Alternative zum OnePlus 6T. Beim OnePlus 6T gibt es noch mehr Leistung, dafür hat das One Zoom das schlankere Android und ein beleuchtetes, frei konfigurierbares Motorola Logo, welches als Benachrichtigungs-LED funktioniert.

Das One Zoom gibt es in einer exklusiven Amazon-Version, welche eine Alexa Integration bietet und momentan deutlich günstiger ist. Für Prime Student Mitglieder gab es zur Einführung einen 30€ Rabatt. Halt die Augen offen, vielleicht kommt er ja wieder. Komplett deaktivieren kann man Alexa bei der Amazon-Version nicht. Die Sprachaktivierung über das Word „Alexa“ kann man zwar ausschalten, den Alexa-Start über den Doppelklick auf den Ein-/Aus-Knopf aber nicht. Aber wer drückt schon regelmäßig aus Versehen zweimal kurz nacheinander auf den Power-Knopf? Von daher kannst du die Ersparnis problemlos mitnehmen, ohne Alexa nutzen zu müssen.

Folgendes ist mir beim Motorola One Zoom (auch in Bezug auf seinen aktuellen Preis und die Konkurrenz) besonders Positiv, Neutral und/oder Negativ aufgefallen:

Pro
– Sehr rundes und durchdachtes Hardware Paket
– Schickes und modernes Design mit sehr kleiner Tropfen-Notch
– OLED Display mit eingebautem Fingerabdruckscanner
– Benachrichtigungs-LED in Form eines beleuchteten Motorola Logos auf der Rückseite

Neutral
– Preis-/Leistungsverhältnis war zur UVP (429€) nicht perfekt, der Preis ist aber mittlerweile angemessen
– Es hätte auch ein modernerer und schnellerer Snapdragon 710 sein dürfen


Google Pixel 3a XL – Das Pixel ist endlich bezahlbar

Google hat jetzt auch endlich eine bezahlbare Alternative zu den teuren Pixel Smartphones auf den Markt gebracht. Das Google Pixel 3a XL folgt der Tradition der ehemaligen Nexus Phones, welche Stock Android zu einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis geboten haben.

Wer sich ein Google Pixel kauft, muss bedenken, dass er nicht den absoluten Preis-/Leistungskönig kauft. Das ist auch bei den 3a Geräten so. Ein Pixel kauft man aber, weil man das purste Android Erlebnis haben will. Und das gibts eben nur bei Google.

Spezifikationen – Google Pixel 3a XL

Angebot -9%
  • Stock Android 10.0
  • 6,0″ OLED-Display mit 2160 x 1080 Pixeln Auflösung (18:9)
  • 12,2 Megapixel Kamera
  • 8 MP Frontkamera
  • 64 GB interner Speicher (eMMC)
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • Snapdragon 670
  • 3700 mAh Akku
  • Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
  • 3,5 mm Klinkenbuchse
  • Dual-SIM (Achtung, eine normale SIM und eine eSIM)

Die beiden Pixel 3a Phones (siehe unten) sind sich sehr ähnlich. Das größere Display und der ebenfalls größere Akku stellen den einzigen Unterschied da. Das größere Display führt zu einem größeren Gerät, was natürlich Geschmacksache ist. Wenn du es also kleiner magst, dann greif einfach zum normalen Pixel 3a. Nicht Geschmacksache ist der größere Akku, der aufgrund des größeren Gehäuses verbaut werden kann. Damit hast du längere Laufzeiten und kommst noch besser durch den Tag.

Lass dich beim Pixel 3a XL nicht von der auf den ersten Blick schlechten Kamera täuschen. Megapixel und Mehrfach-Linsen sind nicht alles! Google kann Software und holt folglich extrem viel aus der Kamera raus. Die Bilder bewegen sich deshalb auf einem sehr hohen Niveau und können auch mit teureren Smartphones, mit Zwei oder mehr Sensoren, sehr gut mithalten.

Gespart hat Google leider beim internen Speicher. Dieser sollte in dieser Preisklasse in der schnell UFS-Ausführung verbaut werden, stattdessen hat sich Google bei beiden Pixel 3a Modellen für den langsameren eMMC-Speicher entschieden. Zu guter letzt musst du vor dem Kauf prüfen ob dir 64 GB Speicher reichen, da es keinen microSD-Karten Slot gibt.

Fazit – Google Pixel 3a XL

Trotzdem kann ich das Google Pixel 3a XL sehr empfehlen, da man ein sauberes und sehr schnelles Android bekommt, welches in seiner pursten Form vorliegt. Da das Gerät direkt von Google kommt, ist eine lange Versorgung mit Updates garantiert. Ihr habt also beim Pixel 3 XL ein Smartphone, welches ihr viele Jahre nutzen könnt. Das spart bares Geld!

Folgendes ist mir beim Google Pixel 3a XL (auch in Bezug auf seinen aktuellen Preis und die Konkurrenz) besonders Positiv, Neutral und/oder Negativ aufgefallen:

Pro
– Purstes Stock Android direkt von Google
– Super Kameras
– Gute Leistung

Neutral
– Langsamerer eMMC Speicher, statt dem in dieser Preisklasse mittlerweile üblichen UFS-Speicher
– Nur Version mit 64 GB internem Speicher verfügbar und keine Speicher-Erweiterung möglich

Contra
– Großer Rahmen ober- und unterhalb des Displays nicht mehr zeitgemäß


Google Pixel 3a – Der kleine Bruder des XL

Wenn du ein kleines Smartphone mit Stock Android haben willst, dann greif zum Google Pixel 3a. Anders als die meisten anderen Smartphone heutzutage, hat dieses nämlich ein kleineres Display und deshalb auch eine kleine Gehäusegröße.

Der Unterschied zu seinem großen Bruder, dem Pixel 3a XL (siehe oben), ist marginal. Nur der Akku und die Größe des Displays unterscheiden sich. Dadurch ist es aber auch günstiger. Aber auch das Pixel 3a ist kein Gerät mit dem Google Preisdumping betreibt, um dem Käufer möglichst viel Hardware für sein Geld zu geben. Dafür bekommt man aber eine ganze Menge auf der Softwareseite geboten.

Spezifikationen – Google Pixel 3a

Angebot -25%
  • Stock Android 10.0
  • 5,6″ OLED-Display mit 2220 x 1080 Pixeln Auflösung (18,5:9)
  • 12,2 Megapixel Kamera
  • 8 MP Frontkamera
  • 64 GB interner Speicher (eMMC)
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • Snapdragon 670
  • 3000 mAh Akku
  • Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
  • 3,5 mm Klinkenbuchse
  • Dual-SIM (Achtung, eine normale SIM und eine eSIM)

Ein gutes OLED-Display, eine sehr schnelle Software und die tolle Kamera, sind die Besonderheiten des Pixel 3a. Besonders bei letzterer sieht man, was mit guter Software alles möglich ist. Denn anders als die meisten anderen Geräte in dieser oder in höheren Preisklassen, verzichtet Google auf eine Dual, Triple oder gar Quad Kamera. Und trotzdem macht das Pixel 3a beeindruckende Fotos, die sich vor der Stock Android Konkurrenz in dieser Preisklasse nicht verstecken müssen.

Fazit – Google Pixel 3a

Beim Google Pixel 3a bekommt man ein ausgereiftes und schnelles Smartphone, mit dem pursten Android was es gibt. Und das für einen fairen Preis! Dazu gibts eine Kamera, die auch mit deutlich teureren Smartphones mithalten kann.

Folgendes ist mir beim Google Pixel 3a (auch in Bezug auf seinen aktuellen Preis und die Konkurrenz) besonders Positiv, Neutral und/oder Negativ aufgefallen:

Pro
– Purstes Stock Android direkt von Google
– Super Kameras
– Gute Leistung
– Geringe Gehäusegröße für Leute die gerne ein kleines Smartphone haben möchten

Neutral
– Etwas wenig Akkukapazität, aber trotzdem zufriedenstellende Laufzeit durch gute Optimierung
– Langsamerer eMMC Speicher, statt dem in dieser Preisklasse mittlerweile üblichen UFS-Speicher
– Nur Version mit 64 GB internem Speicher verfügbar und keine Speicher-Erweiterung möglich

Contra
– Großer Rahmen ober- und unterhalb des Displays nicht mehr zeitgemäß


Motorola One Vision – Der Newcomer

Ein neuer Star am Stock Android Himmel ist das Motorola One Vision. Das One Vision hat eines der heute modernen Displays mit Hole Punch bekommen, also einer „ausgestanzten“ Aussparung für die Kamera im Display. Das ist eine interessante Alternative zu den Notches.

Erstmalig hat ein Motorola einen SoC von Samsung, nämlich den Exynos 9609. Schön, dass ein Samsung SoC mal Stock Android betreiben darf 😉 Von der Geschwindigkeit her liegt er auf dem Niveau eines Helio P60, den wir im Umidgi F1 Play haben und ganze 25 % hinter dem Snapdragon 670 des Google Pixel 3a. Schaut man sich die Preiseinordnung an, dann zahlt man ca. den Preis des Umidigi und ca: 20% weniger als für das Pixel 3a. Passt also und ist fair!

Spezifikationen – Motorola One Vision

  • Android One 9.0 (Pie)
  • 6,3″ IPS-Display mit 2520 x 1080 Pixeln Auflösung (21:9)
  • 48 Megapixel Dual-Kamera (+ 5 MP Zweitkamera)
  • 25 MP Frontkamera
  • 128 GB interner Speicher (UFS)
  • Speicher erweiterbar durch microSD-Karte
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • Samsung Exynos 7 9609
  • 3500 mAh Akku
  • Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
  • 3,5 mm Klinkenbuchse
  • Dual-SIM (Hybrid Slot, entweder Dual-SIM oder Speichererweiterung mit microSD-Karte)

Das Motorola One Vision hat eine für diese Preisklasse wirklich gute Kamera, ein sehr helles IPS-Display, schnellen UFS-Speicher und einen ausreichend großen Akku. Ein wirklich sehr rundes Paket was Motorola hier geschnürt hat.

Nur die tolle Benachrichtungs-LED, die in das Motorola Logo auf der Rückseite eingebaut ist, gibt es beim One Vision nicht. Da muss man bei Motorola im Moment noch zum One Zoom greifen.

Fazit – Motorola One Vision

Mit dem Motorola One Vision ist Motorola ein sehr rundes Smartphone gelungen. Ein modernes Display, gute Kamera, viel Geschwindigkeit und Speicher, zu einem schon zum Erscheinen schon sehr guten Preis machen es zu einer absoluten Empfehlung.

Folgendes ist mir beim Motorola One Vision (auch in Bezug auf seinen aktuellen Preis und die Konkurrenz) besonders Positiv, Neutral und/oder Negativ aufgefallen:

Pro
– Scharfes und helles Display mit hoher Auflösung
– Großer und schneller UFS Speicher
– Tolle Leistung für diese Preisklasse
– Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis


Nokia 7.2 – Nur für echte Nokia-Fans

2019 hat Nokia in der Mittelklasse nochmal nachgelegt und das missglückte 7.1 verbessert. Herausgekommen ist das Nokia 7.2. Dieses hat nun eine mehr Akkukapazität, mehr Speicher und verbesserte Kameras bekommen. Trotzdem kann es mich nicht ganz überzeugen, besonders im Hinblick auf das Preis-/Leistungsverhältnis.

Doch schauen wir uns erstmal die Spezifikationen an:

Spezifikationen – Nokia 7.2

Angebot -10%
  • Android One 9.0 (Pie)
  • 6,3″ IPS-Display mit 2340 x 1080 Pixeln Auflösung (19,5:9)
  • 48 Megapixel Triple-Kamera (+ 5 MP Tiefensensor und 8 MP Weitwinkel)
  • 20 MP Frontkamera
  • 64 GB interner Speicher (eMMC)
  • Speicher erweiterbar durch microSD-Karte
  • 4 GB oder 6 GB Arbeitsspeicher
  • Snapdragon 660
  • 3500 mAh Akku
  • Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
  • 3,5 mm Klinkenbuchse
  • Echtes Dual-SIM (Triple Slot)

Nokia verbaut im 7.2 den Snapdragon 660. Dieser ist zwar für die Mittelklasse ausreichend schnell, doch mittlerweile schon betagt. Für ein Smartphone aus dem Jahr 2019 ist das nicht mehr zeitgemäß. Da wollte Nokia Geld sparen, aber trotzdem den Preis nicht senken. Im Hinblick auf spätere Updates ist ein SoC aus dem Jahr 2016 nicht die beste Wahl. Natürlich hast du die Android One Update-Garantie, aber ich vermute stark, dass du ein Android 11 Update beim Nokia 7.2 vergessen kannst.

Sonst habe ich nicht viel auszusetzen. Das Display ist gut, die Kameras auch. Die Akkulaufzeit ist ebenfalls ordentlich. Einen ganzen Tag intensiver Nutzung schaffst du mit dem Nokia 7.2. Positiv finde ich neben dem Triple Slot für echtes Dual-SIM + SD-Karte auch, dass wir die Wahl zwischen zwei Speichergrößen und zwei RAM-Größen haben.

Doch leider hat das seinen Preis. Und das ist das Problem des Nokia 7.2. In der hart umkämpften Mittelklasse ist es einfach zu teuer. Wer auf jeden Euro schauen muss oder will, und das beste für sein Geld erhalten möchte, der greift lieber zur Konkurrenz.

Fazit – Nokia 7.2

Keine Frage, das Nokia 7.2 ist ein gutes Smartphone mit wenig Schwächen und vielen Stärken. Echte Nokia-Fans, die ein Mittelklasse Phone mit Stock Android suchen, können das 7.2 bedenkenlos kaufen.

Wem die Marke egal ist, der greift lieber zur Konkurrenz. Denn dort bekommt man etwas mehr für sein Geld. Zum Beispiel einen aktuelleren SoC und mehr Akku, für weniger Geld. Und wir sparen doch alle gern, oder?

Folgendes ist mir beim Nokia 7.2 (auch in Bezug auf seinen aktuellen Preis und die Konkurrenz) besonders Positiv, Neutral und/oder Negativ aufgefallen:

Pro
– Helles und scharfes Display mit guten Farben
– Großer interner Speicher, der trotzdem noch erweiterbar ist
– Vollwertiges Dual-SIM trotz Speicher-Erweiterbarkeit durch Triple Slot

Neutral
– Preis-/Leistungsverhältnis nicht optimal, die Konkurrenz wie z.B. das Xiaomi Mi A3 ist stark

Contra
– Der Snapdragon 660 ist schon zum Erscheinungsdatum des Nokia 7.2 zu alt


Motorola G8 Plus – Das Ende der G-Serie?

In dieser Generation der G-Serie hat Motorola nur noch eine Variante rausgebracht. Vorher gab es mehrere Jahre lang ein normales G und eins mit Plus im Namen. Letzteres hatte dann z.B. eine bessere Kamera und war dafür teurer. Seit dieser Moto G-Generation musst du dich nicht mehr entscheiden, es gibt nur noch das G8 Plus.

Im Gegensatz zum One Vision, greift Motorola bei der schon legendären G-Serie wieder zu einem Snapdragon SoC zurück. Auch sonst gibt es wenige Unterschiede bei den beiden Phones. Auf den ersten Blick erkennst du aber die Tropfen Notch, die das G8 Plus hat. Beim One Vision setzt Motorola auf ein Hole Punch im Display.

Der größte Unterschied liegt im Display Seitenverhältnis. Und das spürst du auch beim Halten und Bedienen des Phones: Beim G8 Plus handelt es sich um ein normales 19:9 Display, während das One Vision ein eher längliches 21:9 Display hat. Geschmacksache, was man lieber mag. Ich stehe eher auf das normale rechteckige Display des G8 Plus.

Die restliche Hardware ist sehr ähnlich:

Spezifikationen – Motorola G8 Plus

Angebot -5%
  • Stock Android 9.0 (Pie)
  • 6,3″ IPS-Display mit 2280 x 1080 Pixeln Auflösung (19:9)
  • 48 Megapixel Triple-Kamera (+ 5 MP Tiefensensor und 16 MP Weitwinkel/Action-Cam)
  • 25 MP Frontkamera
  • 64 GB interner Speicher (eMMC)
  • Speicher erweiterbar durch microSD-Karte
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • Snapdragon 665
  • 4000 mAh Akku
  • Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
  • 3,5 mm Klinkenbuchse
  • Dual-SIM (Hybrid Slot, entweder Dual-SIM oder Speichererweiterung mit microSD-Karte)

Motorola G8 Plus vs. One Vision

Leider hat das noch G8 Plus noch kein Android 10. Doch keine Sorge, es kommt definitiv bald. In dieser Hinsicht ist Motorola sehr zuverlässig. Da kann ich meine Hand für ins Feuer legen. Aua, heiß!

Im Vergleich zum One Vision bekommst du hier weniger internen Speicher. Nämlich nur 64 GB statt 128 GB. Klar, erweitern lassen sich beide Geräte. Aber der interne Speicher, besonders wenn es der schnelle UFS-Speicher ist wie beim One Vision, ist immer performanter als eine SD-Karte. Schade, dass Motorola hier gespart hat.

Der Snapdragon 665 ist von der CPU Leistung, je nach Benchmark, etwas schneller als der Exynos 7 im One Vision. Die Unterschiede sind aber marginal. Man kann aber spekulieren, dass durch den Snapdragon Updates leichter zu bauen und schneller zu verteilen sind.

Den Akku hat Motorola auf 4000 mAh vergrößert. Das sorgt für sehr lange Laufzeiten, wie man Tests entnehmen kann. Hier hat Motorola abgeliefert! 2 Tage Laufzeit sind kein Problem. Nice!

Zuletzt sei angemerkt, dass das One Vision Android One hat. Das bedeutet, dass du von Google garantierte Sicherheitsupdates über 3 Jahre hast. Motorola ist zwar bei den G-Phones immer zuverlässig gewesen, was eine lange Updateversorgung angeht. Doch dass es ebenfalls 3 Jahre lang Sicherheitsupdates bekommt, kann dir keiner garantieren.

Fazit – Motorola G8 Plus

Das Motorola G8 Plus ist wieder ein sehr rundes Mittelklasse Smartphone geworden. Liebhaber der G-Serie machen hier wie immer nichts falsch. Die Unterschiede zum One Vision sind fließend. Das One Vision scheint für Motorola aber etwas höher angesiedelt zu sein als das G8 Plus. Doch das lange Display bleibt Geschmacksache.

Fraglich ist für mich, ob wir in Zukunft noch viele Smartphones der G-Serie sehen werden. Denn das G8 Plus ist bei der 8. Moto G-Generation bisher das einzige Phone aus der G-Serie. Stattdessen haut Motorola immer mehr Smartphones in der One-Serie raus. Trotzdem lohnt sich der Kauf, denn Motorola ist bei der Updateversorgung traditionell zuverlässig.

Wenn du also ein Smartphone suchst, was lange aushält, schnell ist und mindestens 2 Jahre aktuell bleibt und das alles zu einem moderaten Preis, dann hol dir das Motorola G8 Plus!

Folgendes ist mir beim Motorola G8 Plus (auch in Bezug auf seinen aktuellen Preis und die Konkurrenz) besonders Positiv, Neutral und/oder Negativ aufgefallen:

Pro
– Großer Akku mit tollen Laufzeiten
– Ausgewogene und schnelle Hardware
– Gute Kameras

Neutral
– Nur 64 GB interner Speicher, der aber dafür erweiterbar ist


Umidigi F1 Play – Der Geheimtipp

Der Geheimtipp für die, die ein Smartphone wollen, was nicht jeder hat: Das Umidigi F1 Play! Umidigi ist ein hierzulande noch unbekannter chinesischer Hersteller. Das Interessante an Umidigi ist, dass sie sich ganz bewusst entschieden haben Stock Android auf ihre Smartphones zu installieren.

Umidigi fährt eine Niedrigpreispolitik à la Xiaomi. Und wie der große Konkurrent Xiaomi, achten sie auf eine gute Balance zwischen Hard- und Software. Und so haben sie mit dem Umidigi F1 Play ein Smartphone auf den Markt gebracht, welches eine komplette Ausstattung bietet, die in dieser Preisklasse eine sehr harte Konkurrenz für die Mitbewerber darstellt.

Spezifikationen – Umidigi F1 Play

  • Stock Android 9.0 (Pie)
  • 6,3″ IPS-Display mit 2340 x 1080 Pixeln Auflösung (19,5:9)
  • 48 Megapixel Dual-Kamera (+ 8 MP Zweitkamera)
  • 16 MP Frontkamera
  • 64 GB interner Speicher (eMMC)
  • 6 GB Arbeitsspeicher
  • MediaTek Helio P60
  • 5150 mAh Akku
  • Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
  • 3,5 mm Klinkenbuchse
  • Dual-SIM (Hybrid Slot, entweder Dual-SIM oder Speichererweiterung mit microSD-Karte)

Rein von den Spezifikationen steht es eher in Konkurrenz zum Pocophone F1 von Xiaomi (siehe unten), als zu den weiter oben vorgestellten Geräten von Google und Motorola. Der Helio P60 ist aber 50 % langsamer als der Snapdragon 845 des Poco F1. Er ist aber trotzdem immer noch sehr schnell und der Mittelklasse würdig.

Wer also auf das letzte bisschen Leistung verzichten kann und dabei etwas sparen möchte, wird mit dem Umidigi F1 Play sicher glücklich! Denn auch das Display, der sehr große Akku und der ganze Rest, können mit der Konkurrenz mithalten. Besonders bemerkenswert ist auch die Menge an Arbeitsspeicher. 6 GB RAM gab es in der Mittelklasse noch nie!

Fazit – Umidigi F1 Play

Wer ein Smartphone mit Stock Android möchte, was nicht jeder hat, ist beim Umidigi F1 Play genau richtig. Es stellt ein sehr gutes Paket zu einem sehr gutem Preis dar. Und Spaß beim aussprechen wird man auch haben, wenn Freunde nach dem Hersteller fragen 😉

Folgendes ist mir beim Umidigi F1 Play (auch in Bezug auf seinen aktuellen Preis und die Konkurrenz) besonders Positiv, Neutral und/oder Negativ aufgefallen:

Pro
– Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
– Tolles Hardwarepaket für diesen Preis
– Schnelle Hardware mit viel Arbeitsspeicher
– Riesiger Akku mit langer Laufzeit

Neutral
– Mittelmäßige Kamera und dadurch nur mittelmäßige Bild- und Videoqualität
– Umidigi ist nicht dafür bekannt seine Geräte lange mit Updates zu versorgen


Xiaomi Pocophone F1 – Custom-ROM drauf -> Stock Android Phone

Das Xiaomi Pocophone F1 war als es im September 2018 auf den Markt kam, der Flaggschiff Killer schlechthin. Der Preis war und ist meiner Meinung nach auch heute noch extrem gut. Xiaomi hat hier ganz hart kalkuliert und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie am Poco F1 viel verdienen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach noch besser als damals beim ersten OnePlus.

Das Pocophone F1 kommt ab Werk nicht mit Stock Android, sondern mit Xiaomis MIUI Oberfläche. Es hat allerdings den großen Vorteil, dass es offiziell von LineageOS unterstützt wird. Das ist eine Custom-ROM, die auf Stock Android basiert. Wenn du dich also etwas besser mit Android und Computern im Allgemeinen auskennst, wirst du es ohne Probleme mit den zahlreichen verfügbaren Anleitungen (bei YouTube oder XDA Developers) schaffen, eine Custom ROM auf der Poco F1 zu flashen.

Belohnt wirst du dann mit Stock Android auf einem sehr schnellen Gerät, zu einem unglaublich guten Preis! Schau dir einfach mal diese Hardware an.

Spezifikationen – Xiaomi Pocophone F1

  • Stock Android 9.0 (mit LineageOS 16)
  • 6,2″ IPS-Display mit 2246 x 1080 Pixeln Auflösung (19:9)
  • 12 Megapixel Dual-Kamera (+ 5 MP Zweitkamera)
  • 20 MP Frontkamera
  • 64 GB interner Speicher (UFS)
  • Speicher erweiterbar durch microSD-Karte
  • 6 GB Arbeitsspeicher
  • Snapdragon 845
  • 4000 mAh Akku
  • Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
  • 3,5 mm Klinkenbuchse
  • Dual-SIM (Hybrid Slot, entweder Dual-SIM oder Speichererweiterung mit microSD-Karte)

Das Highlight des Smartphones ist der SoC. Der Snapdragon 845 ist auch heute noch ein High End SoC. Du bekommst also für dein Geld Geschwindigkeit aus der High End Klasse, für die man schnell mal 600€ oder mehr bezahlt. Die aktuellen Snapdragon SoCs sind etwas energiesparender, aber das wird ausgeglichen durch den großen Akku (4000 mAh).

Fazit – Xiaomi Pocophone F1

Das Xiaomi Pocophone F1 ein ein nahezu perfektes Low Budget Flaggschiff. Aber Stock Android gibts eben erst durch das Flashen einer Custom-ROM. Man muss es sich also verdienen! Wer das kann, bekommt ein günstiges und sehr schnelles Smartphone.

Folgendes ist mir beim Xiaomi Pocophone F1 (auch in Bezug auf seinen aktuellen Preis und die Konkurrenz) besonders Positiv, Neutral und/oder Negativ aufgefallen:

Pro
– Extrem schnelle Hardware für den Preis
– Großer Akku der lange hält
– Offizielle LineageOS Unterstützung
– Gute Kameras
– Schneller interner Speicher der erweitert werden kann

Contra
– Stock Android erst durch das Flashen einer Custom-ROM, erfordert das Einlesen in dieses Thema


Solls etwas mehr sein?

Vielleicht doch lieber ein Smartphone aus der High End Klasse? Dann schau dir doch die Kaufberatung zu High End Smartphones mit Stock Android an: