Test Tenda Nova MW12

Test Tenda Nova MW12 Mesh-WLAN System: Einfach einzurichtendes Triband Mesh mit einem Haken

In diesem Test haben wir das Tenda Nova MW12 genau unter die Lupe genommen. Das Nova MW12 ist nicht nur eines der günstigsten Mesh-WLAN-Systeme auf dem Markt, es unterstützt sogar Triband, was es in dieser Preisklasse fast konkurrenzlos macht. Durch das dritte Band geht keine Bandbreite verloren, da dieses einzig und allein für die Kommunikation der Mesh Repeater untereinander vorgesehen ist.

Ob das zu gut klingt, um wahr zu sein, besonders aufgrund des niedrigen Preises, erfährst du in diesem Testbericht.

Tenda Nova MW12 Mesh-WLAN System

Einfach einzurichtendes Triband Mesh

Wer in seiner Wohnung den WLAN-Empfang deutlich verbessern möchte, fährt mit dem Tenda Nova MW12 Mesh System sehr gut. Man kann mit dem günstigen Triband Mesh auch entfernteste Räume mit stabilem WLAN ausstatten, ohne dass man viel Ahnung von WLAN- und Netzwerktechnik haben muss, da die Einrichtung sehr einfach ist.

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Lieferumfang: Alles dabei, was man zum Starten braucht

Das Tenda Nova MW12 kommt in einem schicken schwarzen Karton daher, der einem schon eine Abdeckung von bis zu 500 Quadratmetern verspricht. Das klingt nach einer ganzen Menge und würde bedeuten, dass man mit den 3 kleinen Mesh Würfeln auch ein großes Haus mit 3 Stockwerken problemlos mit WLAN abdecken kann. Spoiler: Das „bis zu“ hat Tenda nicht umsonst verwendet 😉

Öffnet man die Verpackung finden sich dort dann die 3 Tenda Nova Mesh Repeater, 3 Netzteile, ein flaches LAN-Label und eine Bedienungsanleitung in vielen verschiedenen Sprachen. 

Tenda spart nicht an Folie und klebt sogar auf jeden der drei Würfel eine drauf. Auch die Netzteile sind großzügig eingepackt. Das hätte man auch besser lösen können, gerade in Anbetracht der Nachhaltigkeit. Je weniger Folien Nutzung, desto besser, ist hier unser Motto.

Uns ist beim Auspacken auch direkt der unnatürliche Geruch aufgefallen, den die Würfel absondern. Es handelt sich hier um den „guten“ alten Kunststoffgeruch, den China. Produkte manchmal haben. Du solltest also damit rechnen, dass die Würfel erstmal 24 Stunden ihre Gerüche absondern lässt, bevor du sie in die Wohnung stellst. So sparst du dir Kopfschmerzen.

Bei den Netzteilen handelt es sich um ganz normale Netzteile mit rundem Stecker und flachem Stecker, also nicht Schuko. Das Netzteil ist angenehm klein und sollte so in jede Steckdosenleiste hineinpassen. Das Kabel hat eine Länge von ca. 1,5 Metern, was so die Standardlänge von Netzteilen ist und für fast jeden ausreichen sollte. Wir hätten uns aber 2 oder 3 Meter gewünscht, da man hier an schwierigen Aufstellungsorten einfach flexibler wäre.


Design und Aufbau der Nova Mesh Repeater

Die einzelnen Mesh Repeater sehen sehr modern und schlicht aus. Die Farbe ist ein sehr strahlendes und kaltes Weiß, was sich in die meisten modernen Wohnumgebungen gut einfügen sollte. 

Auf der Oberseite findet sich eine kleine LED, die anzeigt, ob der Würfel eingeschaltet ist, ob er Empfang hat und wie gut der Empfang ist. Dies wird durch die Farben grün, gelb und rot dargestellt. Auch Fehler oder dergleichen kann man anhand der LED ablesen, beispielsweise wenn sie blinkt.

Test Tenda Nova MW12
LED am Tenda Nova Mesh Repeater

Die LED ist nicht strahlend hell wie bei manch anderen Geräten, sondern genau richtig. Man kann sie gut sehen und die Farbe erkennen, aber sie ist nicht unangenehm hell. Beim Betrieb im Schlafzimmer muss man sie aber je nach Position abkleben, da sie dafür immer noch zu hell ist. Leider kann man die LEDs in der Tenda App nicht ausschalten.

Test Tenda Nova MW12
Abgeklebte LED an einem Tenda Nova Mesh Repeater der im Schlafzimmer steht

Auf der Unterseite befindet sich dann das wichtigste, die Anschlüsse und weitere Daten. Damit die Würfel nicht wegrutschen, hat jeder Mesh Repeater 4 Gummifüße darunter. Diese funktionieren ganz gut, obwohl die Würfel sehr leicht sind. Auch 2 Aussparungen für die Wandmontage sind vorhanden.

Jeder Würfel hat 3 LAN-Ports, wobei einer (WAN/LAN-Port) für den Anschluss am Modem vorgesehen ist. Die Würfel sind aber alle 3 identisch und man kann sich aussuchen, welchen man davon zum Mesh Master macht. Bei den anderen beiden Würfeln kann man auch den WAN-Port als normalen LAN-Port nutzen, da es ein kombinierter Port ist. 

Dass man 3 LAN-Ports pro Würfel zum Anschluss von PC, Konsole und Co zur Verfügung hat, finden wir sehr gut, denn schließlich will man nicht jedes Gerät per WLAN verbinden, da die LAN-Verbindung einfach die beste ist.

Neben den LAN-Ports gibt es dann noch den Anschluss für das Netzteil und darunter dann Daten, die man zur Ersteinrichtung benötigt. Zum einen die SSID des jeweiligen Würfels, das WLAN-Passwort und einen QR-Code, der diese Informationen enthält.

Falls du mal die Würfel zurücksetzen möchtest, sie also auf Werkseinstellungen reseten willst, gibt es rechts oben über dem Netzteilanschluss einen kleinen Reset-Knopf. Du musst hier für 6 Sekunden mit einem dünnen Stift den Knopf eindrücken (natürlich muss der Würfel dafür Strom haben) und schon wird der Würfel zurückgesetzt. Das erkennst du am schnellen Blinken der LED, was nach ein paar Sekunden aufhört.

Test Tenda Nova MW12
Reset Knopf am Tenda Nova Mesh Würfel

Einrichtung: Klappte in unserem Test sehr einfach

Die Einrichtung klappte in unserem Test direkt sehr gut, obwohl man in Kundenrezensionen ab und zu liest, dass dem nicht so wäre. 

Man verbindet den WAN/LAN Port eines der Tenda Nova MW12 Würfel mit seinem DSL- oder Kabel-Modem und steckt das Netzteil ein. Als Nächstes musst du dich nun mit dem WLAN des Tenda Würfels verbinden. Die Daten dazu (SSID und Passwort) findest du wie gesagt auf der Rückseite des Würfels.

Jetzt startest du die kostenlose Tenda App, die du in beiden App Stores herunterladen kannst. Die App leitet dich daraufhin sehr einfach und übersichtlich durch die Konfiguration. Zum Beispiel kannst du direkt im Einrichtungsprozess den WLAN-Namen (SSID) und das Passwort ändern. Hier empfiehlt es sich dieselben Daten zu hinterlegen wie beim vorherigen WLAN-Router, da man so nicht die Daten an den Endgeräten ändern muss (Smartphones, Tablets, Staubsauger-Roboter, usw.).

Die Einrichtung dauert insgesamt kaum länger als 2 Minuten und ist auf Anfänger und Menschen ausgerichtet, die nicht viel Ahnung von Netzwerktechnik haben und deshalb auch nicht viel selbst konfigurieren wollen.


Geschwindigkeit: Weniger schnell als erhofft

Wir haben das Tenda Nova MW12 in einer 4-Zimmer-Wohnung getestet. Vorher sorgte für das WLAN ein Telekom Speedport W724V, der relativ zentral im Flur stand. Die Würfel wurden nun gleichmäßig verteilt, damit überall guter Empfang und viel Geschwindigkeit vorhanden ist.

Die Internetgeschwindigkeit (80 Mbit/s) konnte in fast allen Räumen erreicht werden. Nur im mit Abstand abgelegensten Raum, in dem aber ein Würfel stand, um dort überhaupt WLAN hinzubekommen, lag die Geschwindigkeit im Speedtest bei 63 Mbit/s.

Wir haben die Geschwindigkeit auch mit dem Kopieren einer ca. 10 GB großen Videodatei vom NAS-Server getestet. Hier war die reelle Geschwindigkeit tatsächlich nicht höher als beim Speedport Router. Sie war sogar etwas langsamer, da das Kopieren mit dem Tenda Nova MW12 System etwas länger gedauert hat, egal in welchem Raum man war.

Von der Geschwindigkeit sind wir also etwas enttäuscht, da wir uns im Vergleich zum Speedport W724V Router der Telekom, der ja nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, was die WLAN-Technologie angeht, etwas mehr erhofft haben. Dass das bei einem Mesh-WLAN System tatsächlich besser geht, zeigte sich in unserem Test des Telekom Speedport Smart 4 inkl. Speed Home WLAN. 


WLAN-Abdeckung: Überall Empfang

Zwar war die Geschwindigkeit trotz Triband und WLAN AC nicht so hoch, wie wir es uns erhofft haben, doch dafür war die WLAN-Abdeckung mit dem Tenda Nova MW12 sehr gut. Hier sehen wir den eigentlichen Vorteil dieses günstigen Mesh Systems von Tenda. Denn mit 3 Mesh Repeatern kann man selbst in sehr großen Wohnungen problemlos die Würfel so verteilen, dass man in jedem Raum guten Empfang hat.

Wir hatten in keinem Raum der 4-Zimmer-Wohnung (100 Quadratmeter) weniger als den zweitbesten Empfang, was die WLAN-Balken bei Smartphones, Tablets und MacBook angeht. Meistens war der Empfang so gut, dass die Balken immer voll waren.

Wem es also darauf ankommt, dass er in seiner Wohnung überall sehr guten WLAN Empfang hat und dass die Internet-Geschwindigkeit des Anbieters ankommt, ist mit dem Tenda Nova MW12 System sehr gut bedient.


Tenda App: Nur die Grundeinstellungen zu sehen

Die Tenda App ermöglicht die Einrichtung des Mesh Systems, wobei sie dabei nicht viele Möglichkeiten bietet. Wie bereits erwähnt ist das Nova Mesh System für Anfänger ausgelegt, die sich nicht mit der komplizierten WLAN- und Netzwerktechnik befassen wollen, weshalb die Tenda App dies widerspiegelt.

Du kannst zum Beispiel den Namen des WLANs und das Passwort in der App ändern, aber auswählen, welche Verschlüsselungsmethode verwendet werden soll, ist nicht möglich. Auch kann man nicht getrennte Namen für das 2,4 GHz und für das 5 GHz WLAN einstellen, was wir sehr schade finden.

Die Verbindungsgeschwindigkeit der einzelnen Mesh Repeater untereinander kann man ebenfalls in der App nicht sehen, dafür aber wie viele Geräte mit dem jeweiligen Würfel verbunden sind. Die Namen der Würfel kann man leider ebenfalls nicht ändern.

Immerhin kann man aber einstellen, ob das Nova-System für DHCP sorgen sollen (das ist auch die Standardeinstellung) oder ob es als Bridge funktionieren soll. Letzteres haben wir eingestellt, da mehrere Geräte noch per LAN-Kabel am Router hingen und es bei DHCP über das Nova Mesh zu Zugriffsproblemen kam.

In der Tenda App kann man auch die Firmware der einzelnen Würfel updaten. Also, man soll es zumindest können. Wir haben für alle 3 Würfel Firmware Updates gefunden, doch jedes Mal, wenn wir das Update gestartet haben, ist die App abgestürzt und neu gestartet. Letztlich haben wir es bis zum Ende des Tests nicht geschafft, die Mesh Repeater zu updaten, was ein klarer Negativpunkt ist. Besonders Anfänger dürfte das frustrieren, da sie denken könnten, dass sie schuld daran sind. Doch weit gefehlt, da es sich um ein bekanntes Problem handelt. 

Die App bietet nur die Grundfunktionen, was für Anfänger und unerfahrene Nutzer gut ist, da sie so nichts falsch machen können. Andererseits bietet sie aber in manchen Bereichen zu wenig Einstellungsmöglichkeiten. Den Verschlüsselungsstandard des WLANs sollte man unserer Meinung nämlich schon einstellen können. Dass ein Update der Firmware zu reproduzierbaren Abstürzen der App führt, ist sehr schlecht.


Testfazit: Gutes Triband Mesh für Einsteiger, mit Haken

Wer in seiner Wohnung den WLAN-Empfang deutlich verbessern möchte, fährt mit dem Tenda Nova MW12 Mesh System sehr gut. Man kann mit dem günstigen Triband Mesh auch entfernteste Räume mit stabilem WLAN ausstatten, ohne dass man viel Ahnung von WLAN- und Netzwerktechnik haben muss, da die Einrichtung sehr einfach ist.

Eine Geschwindigkeit wie bei deutlich teureren Triband Systemen sollte man aber nicht erwarten. In unserem Test war die Geschwindigkeit nicht besser als bei einem normalen WLAN-Router der Telekom, obwohl das Nova MW12 aus ganzen 3 Mesh Repeatern besteht und hier also einen Vorteil haben sollte. Es hat also einen Grund, warum anderen Mesh-WLAN Systeme mit Triband doppelt oder dreimal so teuer sind.

Wer die nicht optimale Tenda App nur zur Einrichtung nutzt und sich ansonsten nicht mit weiteren Konfigurationen rumschlagen möchte, bekommt mit dem Tenda Nova MW12 ein sehr günstiges Triband Mesh System, das in unserem Test zuverlässig seinen Dienst getan hat. Ohne Abstürze oder dergleichen.

Direkt nach dem Tenda Nova MW12 System haben wir auch das Set aus Telekom Speedport Smart 4 inkl. Speed Home WLAN getestet. Dieses hat im Vergleich zum Nova MW12 Set deutlich besser abgeschnitten, obwohl es sich hier sogar nur um 2 Mesh-Einheiten handelt. Den Testbericht findest du hier.

Tenda Nova MW12 Mesh-WLAN System

Einfach einzurichtendes Triband Mesh

Wer in seiner Wohnung den WLAN-Empfang deutlich verbessern möchte, fährt mit dem Tenda Nova MW12 Mesh System sehr gut. Man kann mit dem günstigen Triband Mesh auch entfernteste Räume mit stabilem WLAN ausstatten, ohne dass man viel Ahnung von WLAN- und Netzwerktechnik haben muss, da die Einrichtung sehr einfach ist.

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